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Thema: Warum sind die so genannten "Schweden-Krimis" so beliebt? (1165-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema
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Warum sind die so genannten "Schweden-Krimis" so beliebt?

Warum sind die so genannten "Schweden-Krimis" bei uns so erfolgreich und so beliebt?
Was gefällt den Zuschauern so sehr an denen?
Angefangen hatte das vor Jahren doch zuerst mit Krimis in Buchform und als die dann verfilmt wurden, waren die TV-Serien anschließend genau so erfolgreich. Und nun werden alle Nase lange neue Filme und Serien dieses Genres produziert.
Mittlerweile sind ja sogar auch andere skandinavische Länder auf den Zug mit aufgesprungen und es werden dort ähnliche Filme und Serien gedreht.

Was gefällt den Zuschauern eigentlich an den Schwedenkrimis bzw. den Skandinavienkrimis?
Ich habe schon mal gelesen, es wäre die Melancholie und die Schwermütigkeit, die über einigen der mitwirkenden Personen liegt. Ist das tatsächlich der Grund oder gibt es da noch was anderes?

Ich selber habe immer ganz gerne die "Wallander"-Folgen gesehen oder die Serie "Kommissar Beck".
Wallander hatte mir zwar gefallen, aber ich persönlich fand den lethargischen und leicht depressiven Kommissar manchmal schon etwas nervig. Vor allem, wenn in jeder Folge mehrmals minutenlang etwas aus seinem Privatleben gezeigt wurde. Gerade das sollte dann wohl immer der besondere Schweden-Melancholie-Touch sein, aber ich selber habe das einfach nur als langweilig empfunden... Da war es gut, wenn ich die Folgen aufgezeichnet hatte und diese Szenen dann im Schnelldurchlauf vorspulen konnte...

Kommissar Beck hatte mir deutlich besser gefallen. Da war nicht so lahm und es war trotzdem "skandinavisch". In dieser Serie ging mir allerdings wiederum der rothaarige Nachbar von Beck auf den Wecker, dieser Halskrausen-Fetischist, der immer nur am rumlabern war...

Ich glaube, der Serie "Kommissarin Lund - Das Verbrechen" hat man im ZDF genau diesen deutschen Titel gegeben, damit man beim Namen "Lund" sofort dachte, "Oh, juchhu, wieder was Skandinavisches!" Denn ohne diesen Hintergrund hätte man die Serie ja auch einfach nur "Das Verbrechen" nennen können, so wie es in allen anderen Ländern gemacht worden ist oder später auch in der Wiederholung auf arte mit dem Titel "The Killing".


Ich selber sehe mir aber auch bzw. weiterhin recht gerne Skandinavien-Krimis an. Die häufigen privaten BlaBla-Szenen in manchen von ihnen mag ich zwar weiterhin nicht, aber den Rest finde ich häufig gelungen.
Die mitwirkenden Personen sind meistens sehr normal und glaubwürdig, sie benehmen sich "normal" und es ist schön, mal Orte und Landschaften zu sehen, die man noch nicht kennt oder so oft wie andere zu Gesicht bekommt.
Bis vor etwa zwei Jahren habe ich häufig und gerne amerikanische Serien gesehen, darunter auch Krimis. Doch momentan habe ich kaum mehr Lust auf solche. Wüste Schießereien, wilde Autojagden, Personen die übermäßig aufgestylt sind und die meistens jung und hübsch sind (oder sie sind älter und geliftet), und alles ist cool und whoohoo - das ödet mich seit einer Weile oft nur noch an.


Wie geht es euch mit Serien und Filmen? Steht ihr ebenfalls auf Schweden-/Skandinavien-Krimis?
Wenn ja, warum?

 
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