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Thema: 1864 (5762-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema
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Re: 1864

Antwort #75
Der Synchronsprecher von Lars ist hier übrigens Oliver Siebeck. Das ist der, der ihm bereits schon in "Sherlock - Sein letzter Schwur" seine Stimme geliehen hat.

Re: 1864

Antwort #76
Ein bisschen mehr "Lars" wäre schön gewesen, aber ständig den Vater der erwachsenen Brüder zu zeigen hätte wohl nicht viel Sinn gemacht.
Nach wie vor gefällt mir die Geschichte in der Neuzeit sehr gut. Inge klingt in den Tagebuchaufzeichnungen, die Claudia vorliest, sehr viel realistischer und nachdenklicher. In den filmischen Rückblicken wirkt ihre Rolle etwas naiver und ein bisschen pathetisch. Aber das bleibt vielleicht nicht aus, bei der tragischen Geschichte. Ich bin sehr gespannt auf die letzten beiden Folgen...

Re: 1864

Antwort #77
Die Geschichte in der Neuzeit hat mich auch sehr gut gefallen, obwohl einige gemeint haben, dass es langweilig und teilweise unnötig sei.

Das Mädchen, dass das Tagebuch vorliest, hat so eine schöne Stimme ich könnte sie sehr lange zuhören.

Re: 1864

Antwort #78
Anfangs fand ich die Geschichte aus der Neuzeit auch etwas uninteressant, aber das hat sich dann geändert. Mittlerweile ist es ganz nett zu verfolgen, wie sich diese weiter entwickelt und welche Zusammenhänge nun zum Vorschein kommen.

Etwas verstehe ich nicht ganz. Angeblich soll ja alles von früher, was gezeigt wird, auf dem beruhen, was Inge in ihr Tagebuch geschrieben hat. Doch die ganze Geschichte wird so detaillert gezeigt und enthält auch sehr viele Szenen, in denen weder Inge noch die beiden Brüder anwesend sind. Inge hatte zwar während des Krieges Briefkontakt mit Laust (und auch Peter?), worin er/beide bestimmt von ihren Soldatenerlebnissen berichtet haben, doch das war garantiert nicht so ausführlich, wie es nun gezeigt wird.

Oder sollen in dem Tagebuch nur die Dinge stehen, die Inge, Laust und Peter tatsächlich auch selber erlebt oder sich erzählt haben, und alles andere was in der Serie zu sehen ist, wurde dann halt noch so dazu genommen?

Re: 1864

Antwort #79
Das ist ein sehr guter Punkt, Martina. Daran hatte ich nicht gedacht, aber einige Szenen können natürlich nicht im Tagebuch gestanden haben. Naja, ich glaube sie nennen das "dichterische Freiheit"  :D

Re: 1864

Antwort #80
Private Erinnerungen an den Krieg mit historisch (mehr oder weniger) verbürgtem Material zu verbinden ist doch eigentlich üblich, oder? Schliesslich kann man eine Geschichte über Menschen im Krieg nicht gut erzählen, ohne wenigstens hin und wieder auf den Krieg und die politischen Ereignisse einzugehen, die eine Rolle spielten.

Das Finale fand ich sehr gut. Glücklicherweise hat sich nicht alles in Wohlgefallen aufgelöst, das wäre sehr unglaubwürdig gewesen. Dass Peter den Sohn von Inge und Laust zu sich genommen hat war nur folgerichtig. Inge's Geschichte endete auch nicht wie in einem Groschenroman. Statt sich dramatisch zu Tode zu grämen hat sie sich mit ihrer Entscheidung arrangiert. Heute können wir (zum Glück) nicht mehr verstehen, dass sich eine ledige Mutter gezwungen sieht, einen Mann zu heiraten, den sie nicht liebt. Früher mussten Frauen pragmatischer denken. Meine persönliche Heldin ist meine Oma, die sich im zweiten Weltkrieg von ihrem trunksüchtigen Mann getrennt hat und ihre vier Mädels gegen alle Anfeindungen alleine gross gezogen hat. Und das war neunzig Jahre nach Inge.

Mein Fazit der Serie: sie hatte hin und wieder ihre Längen, war aber insgesamt mit der Verflechtung von Historie und Neuzeit sehr sehenswert. Grosses Manko: viel zu wenig Lars!  :zwinker:

Re: 1864

Antwort #81
Viel zu wenig Lars - da gebe ich Dir Recht  :D

Weiß jemand, ob sie die Serie immer noch als Film rausbringen wollen? Ich finde auch, dass die Serie manchmal in der Länge gezogen wurde, aber wenn sie das Ganze so reduzieren würden, dass alles in einem ca. 2 stündigen Film passt, würde vieles von der Handlung und der Atmosphäre verloren gehen.

Re: 1864

Antwort #82

Mein Fazit der Serie: sie hatte hin und wieder ihre Längen, war aber insgesamt mit der Verflechtung von Historie und Neuzeit sehr sehenswert. Grosses Manko: viel zu wenig Lars!  :zwinker:


Ich kann das auch nur wiederholen. Vorallem die brutalen Kriegs- und Lazarettszenen fand ich zu sehr ausgeschlachtet. Ansonsten wieder eine sehr gut gemachte dänische Serie.

Re: 1864

Antwort #83
Ich konnte die letzten beiden Folgen erst gestern sehen, darum bin ich mit dem Schreiben etwas spät dran.
Ich hatte schon vermutet, dass es kein total glückliches Happy End geben würde. Das wäre zu unglaubwürdig gewesen.
Für die Übriggebliebenen scheint sich mit der Zeit dann ja aber alles doch wieder zum Positiven gewendet zu haben. Selbst Inge hatte wieder etwas Glück damit, dass Didrich mit den Jahren wieder zu einem "netten" Menschen wurde.

Die letzten zwei oder drei Folgen haben mir am besten gefallen, obwohl in den Kriegsszenen schon sehr viel Blut geflossen ist. Aber so war es dann auch ziemlich realistisch und es wirkte nicht geschönt.
Ich fand es nur etwas melodramatisch, dass Inge ihr Kind genau in dem Moment zur Welt brachte, als die Schlacht bei Dübbel begann, und dass der alte Baron Severin gerade in dem Moment unbemerkt dahinscheidet, als Claudia mit dem Vorlesen aus dem Tagebuch fertig ist...

Oh, und auf ein paar politische Dinge hätte ein klein wenig mehr eingegangen werden sollen.
In der vorletzten Folge hieß es nur, dass Preußen den Dänen Kompromisse und Frieden angeboten hätte, aber die Dänen hätten voller Stolz und Selbstüberschätzung wieder mal abgelehnt. Was genau da angeboten wurde, hat man leider nicht erfahren.
In einer Beschreibung der Folge hatte ich vorher das hier gelesen: Bei Friedensverhandlungen in London hatte Bismarck den Dänen das Angebot gemacht, dass der Krieg beendet werden soll und dass Dänemark ein Drittel von Schleswig bekommen würde.
Ich denke, im Nachhinein haben damals die Politiker und der König bestimmt mächtig bereut, dass sie darauf nicht eingegangen waren...



Weiß jemand, ob sie die Serie immer noch als Film rausbringen wollen? Ich finde auch, dass die Serie manchmal in der Länge gezogen wurde, aber wenn sie das Ganze so reduzieren würden, dass alles in einem ca. 2 stündigen Film passt, würde vieles von der Handlung und der Atmosphäre verloren gehen.


Ich frage mich auch, was in dem Film dann gezeigt werden würde. Da kann vieles aus der Serie doch nur ansatzweise gezeigt werden und vieles würde dabei verloren gehen.
Über den geplanten Film wurde in Dänemark wohl schon länger nichts mehr geschrieben. Ich habe beim Googeln schon seit vielen Wochen nichts mehr über den gefunden. :shrug:

Re: 1864

Antwort #84
Ob ein Film da wirklich Sinn macht? So wie ich das verstanden habe, richtete sich die Kritik doch hauptsächlich gegen die historischen Ungenauigkeiten und die bleiben ja auch im Film erhalten. Meist läuft es doch anders herum, wenn ein Film erfolgreich war, dann machen sie daraus eine Serie. Vielleicht will man mit dem Film diejenigen erreichen, denen Serien zu langatmig sind.
Aber wahrscheinlich habt ihr recht und das Vorhaben wurde inzwischen wieder aufgegeben.


Re: 1864

Antwort #86
Heute wird auf mehreren Seiten gemeldet, dass es von "1864" keine Filmversion geben wird.
Dass das so kommen wird, hatten wir ja längst vermutet, aber erst jetzt scheint es offiziell zu sein.
Die dänischen Kinobetreiber hätten kein Interesse an einem Film. Es würde in ihm dann zu wenig Neues im Vergleich zur Serie geben (und die viele negative Kritik an der Serie spielt bestimmt auch eine große Rolle).
Regisseur Bornedal glaubte wohl seit längerem selber schon nicht mehr daran, dass der Film jemals entstehen wird.

Eine der Infoseiten:
http://www.nordschleswiger.dk/news.4460.aspx?newscatid=36&newsid=87888&h=Der-Film-

Re: 1864

Antwort #87
Eine gute Entscheidung finde ich. Eine verkürzte Version der Serie hatte nichts gebracht. Wenn es andersrum gewesen wäre und er Film zuerst erschienen wäre, hätte ich das verstanden.

Re: 1864

Antwort #88
Stimmt. Erst ein Film und danach eine Serie mit mehreren Teilen, in denen dann vieles Neues gezeigt werden könnte. So herum ist es deutlich besser. Aber ein Film, der aus längst schon gezeigten Szenen einer Serie zusammengeschnitten wurde? So etwas will sich doch bestimmt kaum jemand ansehen. Allgemein meine ich das jetzt, nicht nur in Bezug auf 1864.

Re: 1864

Antwort #89
Ich fand die Serie im großen und ganzen recht gut war, vor allem die Zwischenfrequenzen in der heutigen Zeit fand ich alles anderes als langweilig. Das einzige was ich an der Serie zu bemängeln hatte, war, dass man sich nicht ganz an den historischen Hintergrund gehalten hatte, es hieß in der Serie immer der Deutsche Bund hätte Dänemark angegriffen, dabei waren es eigentlich "nur" Preußen und Österreich und es nirgend erwähnt wurde, dass auch Österreich in den Krieg mit einbezogen war.
A fool thinks himself to be wise, but a wise man knows himself to be a fool.

 
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